Es gibt sie all diese Bücher über Ziele und Visionen. Gelesen habe ich viele davon immer wieder und sicher hat das eine Auswirkung auf mein Leben und auf den Durchbruch, über den ich hier schreibe. 

Lockdown im März 2020. Alles steht still. Gestern noch einen Workshop mit inspirierten Frauen getanzt. Und seit heute ist mein Laden dicht. Nichts geht mehr. Rien ne va plus. 

Hätte irgendwer von uns das jemals erwartet? Niemals. Das ganze Jahr war durchgeplant. Retreat´s an den schönsten Orten und nun nichts mehr. 

Zusammenbruch am Küchentisch. Alles umsonst. Die anderen sind schon viel weiter. 

Ich bin ein Bummelzug. Und dann sehe ich Land. 

Online-Land. Wozu habe ich mich das vergangene halbe Jahr coachen lassen. Jetzt ist der Moment, wo ich zur Tat schreiten kann. Gesagt – getan. 

Nie hätte ich erwartet, dass die Technik mich so packen kann. Das es mir Lust bereitet herauszufinden, wie ich verschieden Audio-Systeme miteinander verbinden kann. Und dass ich auch noch andere dazu motiviere mitzumachen? 

Niemals hätte ich das erwartet. Wozu auch. Für mich war Tanz immer körperlich und gehörte ganz physisch auf den Tanzboden. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, dass meine Arbeit auch Online möglich sein würde. 

Ein Sprung zur Seite, denn es gab eine Absicht, die mich dazu geführt hat.

„Ich werde gesund und gestärkt aus der Krise hervorgehen- und zum Weizen gehören, nicht zur Spreu.“ 

Die Folge davon war, dass ich mein Fahrrad geschnappt und meine Kamera eingesteckt habe. Als ich am Rhein angekommen war, kam wie von selbst der Wunsch zu tanzen auf und ich spürte wie sehr mir meine Arbeit und die Menschen um mich herum fehlten. Das Video, welches ich in diesem Moment aufgenommen habe, war der Start meiner Challenge „Dance is my Medicine“ und sollte mich fast 60 Tage joggen und tanzen lassen. 

Diese Absicht hatte meinen Krisenmodus geweckt. Ich erkannte, dass ich in Krisen wirklich gut funktioniere. Das meine Energie sich vervielfältigt und ich in ein reines Staccato gelange. 

Ohne Anstrengung, Widerstände und Zweifel begann ich mich neu aufzustellen. 

Es war nicht mehr wichtig, was andere über mich dachten. Ich brauchte mich nicht extra stylen und in Szene setzen, sondern einfach meinem inneren Kompass zu folgen. Wie lange hatte ich mich genau danach gesehnt. Immer war etwas zu bedenken, zu hinterfragen gewesen.  Jetzt gab es keine Ablenkung mehr. Nur noch mich, meine Absicht und meine Essenz.

Essenz bedeutet auch Wesen.  Essenz weist auf das Wesentliche hin. Ich und wir alle wurden in dieser Zeit auf das Wesentliche konzentriert und das zeigt sich in jedem Menschen ganz individuell.

Mir zeigte sich mein Home-Rhythm- Staccato, denn er entspricht meinem inneren Feuer und meiner Ausdruckskraft, die ich so viele Jahre gebremst hatte. Ich erfuhr, dass mich die Erde trägt, die Luft inspiriert, meine Tränen reinigen und welche Power mein Feuer hat. Genau diese 4 Elemente verbinden sich nach der alten Lehre zur Essenz. War es ein Zufall, dass der Lockdown kurz vor meinem Feuerfrauen -Event kam? 

Die Feuerfrau in mir wollte neu geboren werden, wie Phoenix aus der Asche aufsteigen. 

Und es gab kein Halten mehr.

Ich knackte nach 4 Wochen die 10 km Marke beim Joggen. War eine der ersten in Europa, die Online-Waves anboten. Meine neue Website ging online. 

Als es dann zur langsamen Öffnung kam, gehörte ich ebenfalls zu den Vorreiterinnen. 

In diesen Wellen saß ich das eine oder andere Mal tränenüberströmt am Tisch und fragte mich, warum ich das alles tue. 

Weil es meine Mission ist, kam die ganz unvermittelte Antwort. 

Zum ersten Mal verstand ich den Unterscheid zwischen einem Ziel, einer Vision und einer Mission. 

Mein Verständnis heute davon ist, dass ich einfach nur folgen konnte. Dem inneren Drängen, Grenzen überwunden habe und die Menschen mit meinem Angebot bewegt habe.

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